| Wir dürfen uns nicht ausgrenzen (lassen)! | |||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Hörgeschädigte,
Blinde bzw. Sehbehinderte und körperlich eingeschränkte mit kleinen Handicaps sind auch "nur" Menschen |
|||||||||||||||
Du bist der 896. Besucher auf dieser Seite. |
|||||||||||||||
|
[Allgemeines] [Termine] [Rückblick] |
|||||||||||||||
|
Seit April 2001 arbeite ich in der Alten- und Behindertenbetreuung. Für die Arbeit mit Demenzkranken ließ ich mich qualifizieren, sammelte Erfahrungen und verstand eigene Erlebnisse aus meinen jungen Jahren. Januar 2003 begann ich mit der Blindenführung und sammelte auch dort inzwischen viel Erfahrung. Einige Zeit betreute ich Rollstuhlfahrer, die u. a. soweit körperliche Einschränkungen durch Muskelerkrankungen haben, dass sie auf fremde Hilfe angewiesen sind. Es ist eine interessante und auch erschreckende Welt, in der ich mich bewege und Eindrücke sammle. Der blinde oder schwerhörige Mensch (bzw. alle Menschen mit Handicaps) sollte lernen mit seinem "Problem" um zu gehen. Dem "normalen" Mitbürger lernt er dann zu signalisieren, dass er selbst "ganz normal" ist. Mischt Euch unter das Volk! Ihr glaubt gar nicht wie sehr Euer "Handicap" - egal welcher Art - akzeptiert wird, wenn Ihr selbst dazu steht! Hierzu denke ich grad daran, was mir
ein Seh-Eingeschränkter sagte. Der folgenden Satz ist schwer für ihn, doch er
lernt den Umgang täglich besser. "Die Behinderung bringt
Einschränkungen, die ich jedoch gut händeln kann, Probleme damit haben andere!" NICHT an der Krankheit bzw. dem Handicap leiden, sondern damit leben. Ich brauchte sehr lange, um zu meiner Schwerhörigkeit zu stehen. Doch ich bin froh, diesen Weg geschafft zu haben. Oft begegne ich "Leidensgenossen" oder beobachte Grüppchen von Schwerhörigen oder gar Gehörlosen. Ich sehe gern zu und bin immer wieder fasziniert von der Gebärdensprache. Teilweise verstehe ich sie auch noch. Leider lernte ich sie niemals perfekt. Einige wenige Worte begriff ich auf meinem Schulweg, wenn wir uns im Schulbus auf dem Weg zur Marcus-Allee und zurück unterhielten. Doch einen Kontakt zu "Gleichgesinnten" konnte
bzw. durfte ich leider nicht halten. Ich beugte mich und hielt mich fern. Denn mich
erreichte Hass und Neid. Ich war stets "die Andere" und sollte verschwinden.
Der Grund: Meine Erlösung kam bald. Viele Hebel wurden in Gang gesetzt, bis wir endlich ein okay bekamen, dass ich auf eine "normale" Schule gehen könnte. Doch alles zog sich hin und die so wunderbare Zeit in der Marcus-Allee war inzwischen unerträglich geworden. Meine Wünsche und mein Flehen wurden erhört. Doch die Lösung war sehr schmerzhaft. Ich brach mir im Sportunterricht mein Bein (am 10.02.77) und war nun lange Zeit von der Schule befreit. Als ich einigermaßen sicher an Gehhilfen mich fortbewegte, brachte meine Mutter mich mit PKW zur Schule. Kurz vor den Sommerferien besuchte ich zum Test drei oder vier Wochen die 7. Realschulklasse auf einer "normalen" Schule. Dann stand alles fest. Um es leichter zu haben wiederholte ich die 7. Klasse. Wenn es auch schwer war und sich Noten anfangs rapide verschlechterten, ich habe einen guten Abschluss geschafft. Ich möchte nicht angeben und absolut nix Besseres sein. Mein Wunsch ist es, anderen das Leben - ihr Leben - zu erleichtern. Dank meines Besuches der S o n d e r s c h u l e ist aus mir etwas geworden!!! Ich kann nur immer wieder an Eltern appellieren, ihren Kindern eine Chance zu geben. Legen Sie falsche Scham und Ehrgeiz ab und lassen Sie es zu, dass Ihre Kinder die Sonderschule besuchen! Sofern kein anderer Weg als besserer ansehbar ist.
Ansprechen möchte ich mit meiner Seite
hier ALLE Menschen mit Handicaps jeder Art. Etwas passendes Nettes und gleichzeitig Trauriges wurde mir zugesandt: Welpen zu verkaufen In einer Tierhandlung
war ein großes Schild zu
lesen, auf dem stand: "Welpen zu verkaufen". Noch etwas und
dies von einem Blonden und stark Seh-eingeschränkten! Ein Blinder sitzt am Tresen in einer
Bar und sagt zum Barkeeper: "Hey, willst du einen Blondinenwitz hören?" In der
Bar wird es plötzlich totenstill. Da sagt der Typ neben dem Blinden mit ruhiger
Stimme: "Es gibt etwas, das du wissen solltest, bevor du deinen Witz erzählst!
Der Barkeeper ist blond, der Rausschmeißer ist blond und ich bin 1,80 groß,
100kg schwer, blond und habe den schwarzen Gürtel in Karate. Außerdem ist der
Typ neben mir 1,90 groß, 120 kg schwer und ein blonder Gewichtheber. Der Typ zu
deiner Rechten ist blond und zwei Meter groß, 150 kg schwer und Wrestler. Jetzt
denk noch mal ernsthaft darüber nach, ob du immer noch deinen Witz erzählen
willst." - "Nöö, keine Lust ihn fünf Mal zu erklären!" Hierzu passend
noch
http://mms.sonix.de/universal/pop/ichundich_duerinnerstmichanliebe_300.wmv Etwas Erschreckendes erfuhr ich kürzlich:
Behinderten wird der Weg bekanntlich immer mehr erschwert ins Berufsleben zurück
zu kehren. lassen sich zurück stufen, um Arbeit zu bekommen. Deutschland, Deutschlang, wie weit ist es hier bei uns gekommen?! Noch etwas: Da ich ein Schreiben von einem Sehbehinderten bekam, der sich selbst im Weg stand und in den letzten zwei Jahren einfach zu stolz war einen ihm längst zustehenden Schwerbehindertenausweis zu beantragen, der nun endlich seine 80% bewilligen ließ und somit auch Begleitung frei hat ... („… wünsche ich Dir sehr von Herzen, dass Deine Behinderung niemals zunimmt, Dir Sicherheit vorgaukelt, obwohl längst nichts mehr ist, wie es einmal war ... Plötzlich ist alles schlechter ...“ usw.) Hier nun zur Beherzigung: Eine Hörbehinderung nimmt bei allen Menschen stetig zu!!! (Umwelt, Beruf, Freizeit etc.)Ich dürfte niemals auch nur eine Sekunde unter Wasser tauchen, nicht eine Sekunde in die Disco und nicht eine Sekunde dem Alltagslärm ausgesetzt sein. Wir Hörbehinderten sind vielleicht etwas gefährdeter als andere und schneller taub. Doch wir gehen viel bewusster damit um. Eine Gefahr in diesem Sinne wird es niemals sein und "Sicherheit vorgaukeln" bzw. ein "Plötzlich." ist großer Blödsinn. (Es ist bei Vielen die Eitelkeit, die ihnen immer im Weg steht und ewig im Weg stehen wird, denn manche meinen leider immer besser und perfekter als andere zu sein. Dies beobachte ich vor Allem bei Steinböcken, Jungfrauen, Waagen, Löwen und Widder - nur so am Rande bemerkt!) Bei einigen aus meinem Freundeskreis merke ich eine immer mehr zunehmende Schwerhörigkeit. Doch, wenn du es ihnen sagst, dann streiten sie alles ab - genauso wie bei Freunden bezüglich ihrer Augen. Bei vielen in meinem Umfeld bemerke ich, dass sie weitaus schlechter hören als ich und es weiterhin auch rapide ab nimmt. Es ist echt nervig. Die begreifen das einfach nicht. Na ja. Irgendwann breche ich solche Kontakte ab. Es kostet mich zuviel Kraft. Mein Vater wurde zum Glück vernünftig. Doch er konnte seinen inneren Schweinehund nur überwinden, weil ich es ihm vorlebte und überhaupt, weil wir durch seinen OP verbunden wurden! Mit meinen Behinderungen habe ich absolut kein Problem. Sie sind „leider“ nicht stark genug und ich hätte schon viel eher die Ärzte abgrasen sollen. Bevor alles so erschwert wurde. Ich ging gar beizeiten schon zu allerhand Ärzten und hoffte, einen Behindertenausweis zu bekommen. Meine Enttäuschung war sehr groß, dass ich nur auf 50 % kam. größtenteils bin ich gesund. Vieles ist aber auch für mich eine Erschwernis. Obwohl so viele Bereiche mit einbezogen wurden, wie der Rücken, die Augen usw. Nun ist alles immer schwerer geworden und ich würde „leider“ niemals einen Behindertenausweis bekommen. Na ja. Egal. Ich nutze jedoch all die Vergünstigungen, in dem ich gelegentlich mit Behinderten unterwegs bin. Wir gehen Schwimmen, ins Kino und vieles mehr. Ich leihe allen immer wieder gern meine Augen und meine Kraft und genieße, dass sie auf ihre Art sehen und erleben. Der Dank und das Lachen der so von mir Beschenkten macht mich glücklich. Ich gebe ihnen allen dadurch sehr viel und finde es verdammt schade, dass es so sehr wenig Menschen gibt, die so sind. Außer mir kenne ich nur wenige, die so mit Behinderten umgehen (können bzw. wollen). Niemand zeigte uns, warum und wie. Wir dachten einfach nach und versetzten uns in die Welt der Nichtsehenden und Rollstuhlfahrer (und lernten sogar Blinden-Stockführung) . Wie ich manchen schon sagte, die Arbeit mit diesen Menschen ist unbeschreiblich toll. Leider werden wir nicht wirklich verstanden. Doch mein Leben war immer das Leben eines Außenseiters. So wird es ewig sein. Ich bin rundum glücklich und zufrieden. Manch einem wünsche ich, dass ihm endlich mal die Augen geöffnet werden und er seinen Weg bald gern gehen mag. In der Tat damit tun sich einige recht schwer. Jene sollten den Tatsachen ins Auge sehen und sich nicht immer mehr verschließen. Ich kann nur sagen "Selbstgemachte Leiden", denn warum hast du es dir eingeredet ("vorgegaukelt") und siehst nicht endlich die Realität? Vielleicht wirst Du eines Tages meine Worte verstehen. Auch hoffe ich, dass ihr eure Selbstständigkeit irgendwann lernen und genießen könnt. Es ist so richtig befreiend. Seit ich mich überall immer mehr löse, geht es mir gut. Wenn ich zurück blicke, so lernte ich seit der Trennung von meinem zweiten Exmann nur Männer mit nervigen Abhängigkeiten und belastenden Fesseln kennen. Ich hoffe bald Freunde zu finden, die wirklich frei sind und mich verstehen! Die spontan sind und kein routiniertes Leben haben. Die nicht erwarten, dass ich mich melde, sondern sich erfreuen, wenn ich spontan unplanmäßig anrufe, die nicht nachtragend sind. U.S.W. Viel zu sehr habe ich mich verändert, als dass ich den bisherigen Weg gehen kann. Ich glaube, dass wir uns immer weiter voneinander entfernen und ich auch einfach niemanden mehr hinterher schleifen kann und will. Deine Hacken würden wund werden, weil ich zu schnell bin. Nimm es gelassen! Es ist wie es ist.
|
|||||||||||||||
|
Besuchen Sie unsere besondere Kennlernbörse ! - auch geeignet für Freundschaften und Gespräch-Gesuche, ist NEU und im Aufbau! Gern biete ich Gespräche an und komme zu Vorträgen! Oder schreiben Sie doch einfach eine E-mail an mich Wenden Sie sich an den Bremer Hörgeschädigten
Club e. V. (BHC)!
Besuchen Sie -
wenn Sie hier in Bremen, Vegesack
oder Delmenhorst wohnen - einfach mal Ihren Hörgeräteakustiker KEIBEL! Oder schauen Sie auf die
Internetseite www.keibel.de
Kontaktaufnahme ist jederzeit gewünscht. Das Rauchen gesundheitsschädlich ist, brauch ich
nicht zu erwähnen, aber ist Ihnen und Euch bekannt, dass es die Augen schädigt
und der Beginn einer Erblindung sein kann?! Rauchen fördert die
Makula-Degeneration. Darf es eine Tasse Teer sein? Bei 20 Zigaretten täglich konsumiert ein Raucher eine Tasse Teer pro Jahr! Mit dem Motto "Schluss mit süchtig" soll Rauchern geholfen werden. Nicht nur zum Thema "Raucher-Entwöhnung" Infos unter www.vitanet.de Wer Interesse hat, sich mit dem Blinden und Sehbehinderten Verein Bremen e. V. (BSVB) in Verbindung zu setzen, schreibt eine E-mail an mich oder nutzt das Kontaktformular von Wolf-Ingo Peters (s. u.).
Die Geschäftstelle des Blinden- und Sehbehindertenverein Bremen
e. V. finden
Sie hier im Stadtkern: Wenn Sie nicht in unmittelbarer Nachbarschaft Bremens wohnen, wenden Sie sich bitte an den Deutschen Blinden und Sehbehinderten Verband.
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) Weitere allg. Informationen auf der Internetseite des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung unter: www.behindertenbeauftragter.de
Zur Info: Unter Sehbehindert
versteht der Verein Personen
mit einer Sehkraft von unter 30 %. Empfehlenswert sind noch folgende Seiten:
Besuchen Sie unsere besondere Kennlernbörse ! - auch geeignet für Freundschaften und Gespräch-Gesuche, ist NEU und im Aufbau!
|
|||||||||||||||
|
Hörgeschädigte sind auch "nur" Menschen
wie Du (Sie) und ich! Ich trage auch Hörgeräte - na und?! Als Mutter und Ehefrau bzw. Partnerin mit angeborenem
Hörfehler -ausgelöst, weil meine werdende Mutter mit mir an dem
geburtenvollen Morgen auf dem Krankenhausflur sitzen gelassen wurde und
ein Sauerstoffmangel entstand- ist (war) es schwer. Viel Schmerz, Tränen und
Verletzungen begleiteten mein Leben. Doch ich boxte mich durch eine
steinige und doch sehr schöne Zeit. Einen goldenen Käfig kann ich niemandem bieten, doch ein richtiges Zuhause mit viel Liebe, Harmonie und Geborgenheit. Wer mit ernsthafter Offenheit und Ehrlichkeit mir gegenüber steht, darf mit meiner Freundschaft rechnen. Inzwischen bin ich - nach zwei mal zweijähriger Pause (aus verschiedenen Gründen) und zwischenzeitlich drei gescheiterten erneuten Versuchen - auch wieder zu einer Beziehung bereit und freue mich, endlich einen wirklich passenden Partner für meinen jetzigen Lebensabschnitt (ab zweite Hälfte 2007) zu finden, der die Zeit der nächsten Jahre mit mir bzw. an meiner Seite irgendwo auf der Welt verbringen mag und mit dem zusammen ich in voller Harmonie alt werden kann und will. Tja, Liebesgeflüster kommt leider oft akustisch nicht bei mir an und doch kann es auch für mich sehr romantisch sein! Das ist nur eines von kleinen und großen Stolpersteinen in unserem Leben, das Leben der hörgeschädigten Menschen, in der Welt voller Sinneswahrnehmungen ......
|
|||||||||||||||
| Mein Weg 1970 Einschulung und ein halbes Jahr in der normalen Grundschule 1971 Wechsel zur Marcus Allee. Lernen des richtigen Sprechens, schnelles Mitarbeiten und schreiben. Ich wurde "normal"! 1975 Hauptschulklasse bei Herrn Gorkisch bis zur siebten Klasse 1977 Abgang von der Marcus Allee und Wechsel zur Realschule -siebte Klasse- im Schulzentrum Graubündener Strasse 1981 Schulabschluss und Beginn meiner Lehre zur technischen Zeichnerin
|
|||||||||||||||
| Mein besonderer Dank gilt
der Verwandtschaft, meinen aufopfernden Eltern, einigen Freunden
(innen), aber vor Allem meinem Lehrer Herrn Dietrich Dieling, der Dank
seiner Frau mein "Handicap" sozusagen in letzter Minute erkannte und die
richtigen Schritte einleitete. Ich durfte ihn später in der Realschule
wieder sehen und behielt ihn bis zum Schluss als Klassenlehrer. Ganz besonders herzlicher Dank gilt Herrn Manfred Gorkisch, der mit seiner aufopfernden Art und viel Geduld mir das richtige Sprechen beibrachte. (Leider weilt er nicht mehr unter den Lebenden.) Ein großer Dank geht an meinen Vater und dem damaligen Betriebsrat von Krupp Atlas Elektronik - u. a. Herrn Gerhard Schröder (der auch nicht mehr unter den Lebenden ist) - und allen geduldigen Ausbildern, die mir eine gute Ausbildung und einige Jahre anschließendes Arbeiten im Betrieb ermöglichten. Zu guter Letzt möchte ich noch Herrn Georg Reuter - ein bekannter und überall sehr anerkannter Kantor und Musiker - von Herzen danken, dass er mir trotz meiner Hörschwäche eine super Gesangausbildung ermöglichte. Leider ist er inzwischen verstorben.
|
|||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||
| Diese beiden
Bleistiftzeichnungen zum Thema "Ein Zusammenleben Behinderter und
Nichtbehinderter Menschen" stellte mir freundlicher Weise meine
frühere gute
Freundin Kerstin zur Verfügung. Herzlichen Dank. |
|||||||||||||||